Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen – Doku
Colorist



https://mubi.com/de/de/films/the-impossibility-of-showing-what-should-never-have-happened
Die Unvorzeigbarkeit dessen was nie hätte geschehen sollen
Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen geht den Kontinuitäten nationalsozialistischer Erziehungsideale in der deutschen Nachkriegsgesellschaft nach. In Deutschland wurde der von NS-Ideologie durchtränkte Erziehungsratgeber Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind der Lungenfachärztin Johanna Haarer noch bis 1987 mit verändertem Titel weiterverlegt. Silke Schönfeld geht in einen Dialog mit ihrer Mutter und ihrer Tante, deren Erziehung in den 1950er und 60er Jahren noch sehr von einem gleichbleibenden Ruf nach Disziplin, Gehorsam und der Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse geprägt war.
Ein blühender Garten. Insektensummen. Zwei Geschwister bei der Gartenarbeit. In ruhigen Kamerabildern tritt die Filmemacherin in den Dialog mit Mutter und Tante und spürt dem langen Schatten nationalsozialistischer Erziehungsideale nach.
Silke Schönfeld studierte Kunst und Philosophie an der TU Dortmund sowie freie Kunst an der Akademie Münster. 2023 wurde ihr Film Ich darf sie immer alles fragen mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Ihr neuer Kurzfilm ist eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit ihrer eigenen Familie.
Gedreht auf Canon C70
Graded in Davinci Resolve